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Der Anfang

Zum ersten Mal las ich 'Jupiters Fahrt' bei meinem ersten Portugal Trip mit dem Omnibus 1982.

Ich parkte damals bei Heidi und Frank in Portimao hinterm Haus und las von der großen Weltreise von Ted Simon und träumte mich weg. Schon damals empfand ich eine Sehsucht nach einer solchen Reise.

Nun, knapp 40 Jahre später, nach einem aufregenden und abwechslungsreichen Leben lese ich das Buch, inzwischen arg vergilbt, wieder und die Sehnsucht ist die gleiche wie damals.

Das Gefühl ist so stark, daß mir die Tränen kommen.

Inzwischen liegt mein 70. Geburtstag ein halbes Jahr hinter mir.

Vieles hab ich in den letzten 40 Jahren gemacht, nach fast 10 Jahren als finanziell wenig erfolgreicher, dafür aber innovativer Omnibus und Reiseunternehmer, verbrachte ich die letzten 30 Jahre als Pilot und Fluglehrer in der Ambulanz und Businessfliegerei und brachte doch einigen, heute bei diversen Airlines fliegenden Piloten das Fliegen bei. Nachdem ich 2015 aus der Geschäftsfliegerei als Rentner ausstieg, aber das Fliegen nicht lassen konnte (nicht umsonst lautete mein Motto: Fliegen ist immer noch besser als arbeiten) finde ich mich seit 2 Jahren für die Bundeswehr fliegend in Afrika wieder. (Besonders erheiternd ist die Tatsache, daß ich Kriegsdienstverweigerer bin)

Seit vielen Jahren taucht in mir immer wieder der Wunsch auf, eine große Reise mit dem Motorrad zu machen und seit etwa einem Jahr verdichtet sich der Wunsch zur Gewissheit, es nun auch angehen zu wollen.

Bewusst wurde mir der Übergang von der Wunschvorstellung zu einem immer klarer werdenden Entschluss, als ich mir im letzten Jahr, nach einer Motorradtour mit einem Freund (damals fuhr ich eine BMW R Nine T) spontan eine BMW R1250 GS kaufte, weil das das ultimative Motorrad für eine so große Motorradtour ist.

Seither verschlinge ich alle erreichbaren Schilderungen, seien es Videos, Berichte im Internet oder Bücher, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Viele der Reisenden gaben ihrem Vorhaben einen Namen und nach reiflicher Überlegung entschied ich mich mein Projekt unter das Motto ‚myWayout‘ zu stellen.

Das bedeutet für mich, meinen letzten Lebensabschnitt noch einmal neu zu gestalten und aus dem gewohnten Leben und der Komfortzone auszubrechen.

Ich bin absolut ungeeignet, beschäftigungslos herumzusitzen bis der Sensenmann kommt. Fürs Golfspielen bin ich zu jung und den armen Rosen möchte ich meinen blassgrünen Daumen ersparen.

Ausserdem finde ich mit 70 Jahren hat man genau das richtige Alter um mit dem Motorrad um Die Welt zu fahren (oder wo auch immer die Räder und das Leben mich hinführt).

In den letzten Jahren habe ich auch erkannt und verstanden, daß ich schon immer ein Reisender war, weshalb auch so manche Beziehungen nicht von der Dauer waren, die ich mir vielleicht gewünscht habe.

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