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Auflösung

Je näher der Tag meines neuen Lebensabschnitts kommt, beste mulmiger wird mir.

Klar, der Entschluss steht felsenfest, aber…


Auf der einen Seite ist die Vorstellung, alles aufzulösen und weg zu geben, sehr reizvoll und verursacht eine große Spannung und Erregung.

Andererseits macht es mir auch ein bisschen Angst. Zur Zeit träume ich häufig von den anstehenden Veränderungen, die Träume sind aber eher von ängstlicher Couleur.

Aber dafür sind Träume wohl auch da.

Um Dinge zu verarbeiten.

Ich rede hier öfter mit ‚den Jungs‘, allesamt mehr oder weniger verwegene, mutige Typen, die schon beruflich bedingt nicht gerade zu den bürgerlich vorsichtigen Menschen zählen.

Und das Feedback zu meinen Plänen ist generell zustimmend und hoch interessiert.


Auch heute morgen beschleichen mich wieder die Zweifel:

Ich habe mit Max, meinem Kollegen hier in Afrika, abgemacht, dass er , wenn wir auf der Rückreise in Hannover angekommen sind, einen Teil meiner Besitztümer mit nach Hamburg nimmt und dann versucht zu verkaufen oder verschenken.Das macht ihm Spaß und mir nimmt es eine Menge Arbeit ab.

Aber die konkrete Vorstellung, wir packen z.B. meine Klamotten in sein Auto….. Da muss ich schon schlucken.

Was ist z.B. wenn sich meine Abreise verzögert?

Wenn ich im Winter noch in Hannover sitze?

Wenn Corona es nicht erlaubt zu reisen?


Am Besten ziehe ich kleinmütig alle Pläne zurück und bleibe in Hannover. Da kann ich dann in Ruhe auf das Ende warten.

Das ist aber auch keine Lösung!


Und auf welches Ende warten?? Das Ende von Corona? Das Ende des Lebens? Das Ende meiner Bedenken und Ängste vor dem Unbekannten? Kein zuHause mehr zu haben? Alleine zu sein in der Welt?


Das ist der Moment, wo ich mir wieder ein ‚Motivationsvideo‘ ansehen muss.

z.B. von anderen Menschen, die eine Weltreise gemacht haben: Frauen, Männer, zu zweit, alleine. Mit dem Motorrad, mit dem Fahrrad, zu Fuß.

Und alle berichten übereinstimmend von den positiven Erfahrungen. Das macht mir immer wieder Mut und unbändige Lust, es jetzt endlich selbst anzugehen.

Nach meiner Zeitrechnung: Noch 13 Tage bis zum letzten Arbeitstag, in 20 Tagen Abfahrt zur ersten Probefahrt.

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