Gorge d'Ardeche



Nach 1 1/2 Tagen in Avignon führt der Weg an die Ardeche, Gaby's Ziel dieser Reise. Eine kurvenreiche Fahrt, mit vielen Stops zum Fotografieren, entlang des Flusses lässt uns in einem kleinen Hotel direkt an der Pont d’Arch einchecken.


Ein altes Gemäuer aus dem 18. Jahrhundert, direkt an den Felsen gebaut, verfügt über nur 4 Zimmer, ein jedes anders, winzig in der Grundfläche, dafür erstreckt es sich aber über 3 Stockwerke.






Steile Treppen führen nach oben, eine deutsche Bauaufsicht würde angesichts der kreativen Bauweise sofort den Zugang zum gesamten Hotel untersagen.




Der heutige Tag verspricht lt. Wetterbericht viel Regen, so dass wir wohl hier bleiben werden.

Eine Herausforderung, eingedenk der Tatsache, dass es kein Internet und auch sonst nichts gibt, was einen vom puren Selbst ablenkt.

Ein guter Tag zum Lesen und Ruhe finden.


Doch weit gefehlt: Nach einem französischen Frühstück (Baguette, Croissant, Cafe au lait, Jus d Orange) beschließen wir um den Regen herum in einem weiten Bogen nach Westen zu fahren.





Der Weg führt uns in Richtung Millau und über den Viaduc de Millau, der längsten Schrägseilbrücke der Welt.

Gaby, der das Bauwerk schon bekannt war, geriet förmlich aus dem Häuschen. Es wurde ein Stop am Aussichtspunkt eingelegt, verbunden mit einem 20 Minütigen Fußmarsch (einfach, allerdings ohne mich), um das Wunderwerk der Technik abzulichten.

Derweil suchte ich nach einer Unterkunft und fand und buchte ein winziges Hotel in einem noch winzigeren, pittoresken Ort namens Saint-Leons.



Ein Paar, so Anfang 60, hatte diese Haus im letzten Jahr gekauft und zu einem wunderschönen kleinen Refugium gestaltet. Gut, die Handwerksarbeiten von Luc, die er feil bietet (ich liebe diese traditionelle Ausdrucksweise), sind nicht jedermanns Sache, aber es war ein Aufenthalt mit Familienanschluss.

Dass es sich um ein Hotel handelt war von außen nicht erkennbar.




Selbst Gaby, die sonst eher go-minded ist, schlägt vor, noch einen Tag dort zu bleiben.


Während sie dann zu einer Rundtour aufbricht (natürlich noch mal zur Brücke), verbinge ich den Tag auf der Terrasse in der Sonne, lesend, diesen Text schreibend und die Ruhe genießend. Absolute Stille, wie man sie selten hören kann, höchstens unterbrochen vom Lärm singender Vögel.

Ein höchst genussvoller Tag!


Der Abend wartet mit einer weiteren angenehmen Überraschung auf: Marie die Dame des Hauses offeriert uns zum Abendessen eine Spezialität der Gegend.

Mit ihr und Luc zusammen genießen wir Entenbrust mit Schweinebauch und Nierenspieß, gefolgt von köstlichem Naschwerk.

Wie heißt es doch so schön: leben wie Gott in Frankreich!

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