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  • martin

Quarantäne

Nun sitze ich mal wieder in Einzelhaft.

Nach 2 Wochen Quarantäne vor meinem Einsatz in Afrika, die ich in einem Hotel in Hannover verbrachte - 23 Stunden im Zimmer, unterbrochen von 1 Std. ‚Hofgang‘ im Freien, aber alles in Allem erträglich, wurde mein Kollege nach dem ersten Flug in Afrika positiv auf Covid getestet, mit dem Ergebnis, dass ich, als Primärkontakt, weitere 14 Tage in Quarantäne verbringen darf.

Diesmal in einem Container, der Freigang entfällt wegen 45 Grad Celsius draußen.


Gerne auch mal einen oder zwei Tage ohne Telefon und Internetverbindung, so daß ich auf alte Kulturtechniken wie Lesen in Büchern und Üben von Geduld zurück greifen muss. (Jürgen, das deutsch Krokodil rettet mich! Danke dafür)


Die Zeit der elektronischen Verbindung zur Aussenwelt verbringe ich hauptsächlich mit der Vorbereitung meiner Reise.

Die arme Katlen wird überschüttet mit Paketen mit allen möglichen Dingen, die ich für den großen Trip zu brauchen glaube. Wenn ich den vielen Reiseberichten, die ich mir zu Gemüte führe, Glauben schenken darf, werde ich die Hälfte der Dinge, die ich jetzt teuer erworben habe, nach kurzen Zeit als überflüssig erachten und entsorgen.

Gerne würde ich ja die Erfahrungen der anderen Reisenden übernehmen, aber leider haben sie nie genau beschrieben, was ich von dem Zeugs, das ich unbedingt brauche eben nicht brauche.

Aber wenigstens füllt der Vorgang des Auswählens (ohne Studium sämtlicher Tests und Bewertungen wäre ich vollkommen entscheidungsunfähig) und Bestellens meine Zeit mit Tätigkeiten.

Der wichtigste Schritt bei einer solchen Reise ist das Losfahren.

Wild entschlossen, wie ich nun mal bin, weiß ich nur nicht genau wann ich losfahren soll.

Am liebsten natürlich noch heute, aber ich muss ja erst einmal meine Job in Afrika zu Ende bringen.


Aber eine wesentliche Entscheidung habe ich doch getroffen und verkündet:

Die Frage meines Auftraggebers, ob ich meinen Einsatz in Afrika noch einmal um 4 oder 6 Wochen verlängern könne, habe ich, nach kurzer Überlegung, ob ich den zusätzlichen Lohn nicht doch dringend brauchen könne und der Erkenntnis, daß ich so möglicherweise die Abreise immer weiter hinaus schieben würde (und ich werde ja schließlich nicht jünger), mit einem klaren Nein beantwortet.


Ich bin stolz auf mich!



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Und immer wieder die Frage nach dem Equipment für meine Reise. Ich habe Berge von Zeugs eingekauft, die arme Katlen bekam alles nach Hause geschickt, ich bin ja schließlich arbeiten in Afrika, und hat