Warten auf Sariska

Aktualisiert: Okt 8



Über eine Woche bin ich jetzt in Kapstadt. Nach 3 Tagen des Nichtstuns (oder heißt das Tunichtsguts?) folgten die ersten Ausflüge zur Erkundung der Stadt.

In der unmittelbaren Umgebung finden sich ein Cafe mit sehr gutem Espresso und noch besseren Pasteis (ein portugiesicher Pasteisbäcker macht diese Dinger, die den Originalen aus Belem nicht sehr weit nachstehen!), mehrere Lebensmittelmärkte und ein Fitnesscenter (vulgo Zappelbude)

Dort habe ich ein 1 Monats Abo abgeschlossen und dackel da jeden Morgen hin um ein bisschen an meiner Figur zu arbeiten. Ziel ist dabei, dass ich mein Motorrad, wenn ich es denn hinwerfe - und das wird oft passieren im Gelände - alleine wieder auf die Räder bekomme.



Dann folgte ein Ausflug zur Waterkant. Hier wurde das alte Hafengelände Touristentauglich aufgepeppt. Mit vielen Cafes, Restaurants, der unvermeidlichen Shopping Mall und natürlich jede Menge Gelegenheit Hafen- und sonstige Rundfahrten zu buchen oder mit dem Helicopter teure Rundflüge zu machen.







Dort, wo sich sonst tausende Touristen tummeln, herrscht dank Corona eine beschauliche Leere.

So kann man Corona auch Gutes abgewinnen.











Ein für meine neuen Verhältnisse viel zu teures, dafür aber sehr leckeres Mittagessen beendet den Ausflug.











Heute, nach dem üblichen Zappelbudengang und dem Espresso (mit Pasteis), nahm ich den allen Besuchern empfohlenen Stadtrundgang in Angriff.


Kapstadt, viel gepriesen ist allerdings für mich eine Stadt unter vielen.

Ok, ein paar nette Häuser,

aber ansonsten sieht man die üblichen City Highlights: Geschäfte, Cafes, Bars, Restaurants.


Boo-Kaap ist ein pittoreskes Viertel, es wurde im 18. Jahrhundert von Kapmalaien besiedelt, nachdem sie aus der Sklaverei entlassen worden waren. Hier steht auch die Auwal-Moschee, die erste Moschee in Südafrika (1794)


Ich merke allerdings, dass ich Städten nicht mehr allzuviel abzugewinnen vermag. Vielleicht liegt das ja an den gefühlt 1 Mio. Städten, die ich während meiner aktiven Fliegerei besuchen durfte/musste.

Ich werde während meiner Tour, glaube ich, die Städte eher links liegen lassen.


Argwöhnisch beobachte ich derweil, wo sich mein Motorrad so rumtreibt. Dank Vesselfinder, weiß ich immer, wo sich die MSC Sariska, ein 30 Jahre alter Containerfrachter, befindet.

Nachdem er am 11.9. endlich in Hamburg gestartet war, legte er als Nächstes in Sines an der portugiesischen Westküste an (da bin ich viele Male mit dem Motorrad selbst vorbei gefahren). Meine Hoffnung, dass der Kahn nun nach Kapstadt ablegt, wurde bitter enttäuscht. An der Strasse von Gibraltar setzte er den Blinker links und ist nun auf dem Weg nach Gioia Tauro (never heard about), ein Hafen im nördlichen Calabrien/Italien.

Mein Frachtagent, den ich panisch anfragte, ob ich vielleicht Weihnachten noch in CPT sitzen werde, beruhigte mich, geplant sei Ankunft in Capetown am 3.10.

Ich will ihm einfach glauben!

Den Rest des Tages verbringe ich mit dem Abspielen von a bunch of Reise videos von all den vielen Traveler, die auf Youtube ihre Berichte veröffentlichen.

Einige sind reine Werbevideos für ihr Equipment, andere sind wirklich interessant anzusehen. Und lernen kann ich immer davon.


Hab ich schon mal geschrieben, dass ich mich wie ein Mops darauf freue, wenn es endlich losgeht??

Wahrscheinlich nicht, deshalb:

Ich freu mir ein 2. Loch in den Hintern, darauf, dass es bald losgeht.

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